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	<title>Schlaflos in Österreich</title>
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	<description>Texte und Gedankensplitter</description>
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		<title>Schlaflos in Österreich</title>
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		<title>Einkastln</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 13:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wienerisches und Hiesiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Dea is a so, dea a so. Dea is wo? Na do! Ah so! © C. Timidus 2011<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=66&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><span style="font-size:18px;font-family:Georgia;" lang="DE">Dea is a so,</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><span style="font-size:18px;font-family:Georgia;" lang="DE">dea a so.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><span style="font-size:18px;font-family:Georgia;" lang="DE">Dea is wo?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><span style="font-size:18px;font-family:Georgia;" lang="DE">Na do!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><span style="font-size:18px;font-family:Georgia;" lang="DE">Ah so!</span></p>
<p>© C. Timidus 2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/66/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=66&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Fluch &#8211; oder Babylon muß sterben</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 19:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein ich spreche ihn nicht mehr aus, den Namen, schon gar nicht schreibe ich ihn auf Papier. Sie haben daraus einen Fluch gemacht, der auf uns nun lasten soll, auf ihr Geheiß. Den Namen einer Frau, die auf dem Rücken eines sich in einen Stier verwandelt habenden Gottes ritt und diesen Gott schließlich liebte, trug [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=53&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein ich spreche ihn nicht mehr aus, den Namen, schon gar nicht schreibe ich ihn auf Papier. Sie haben daraus einen Fluch gemacht, der auf uns nun lasten soll, auf ihr Geheiß. Den Namen einer Frau, die auf dem Rücken eines sich in einen Stier verwandelt habenden Gottes ritt und diesen Gott schließlich liebte, trug dieser Erdteil, in dessen Mitte mein Land liegt. Trug, nicht trägt. Ein Fluch darf nicht mehr Name sein, denn wird er ausgesprochen, zeigt der Fluch unversehens seine Wirkung. Diese Weltgegend hatte einen Namen. Hatte, nicht hat.</p>
<p>So lasse ich den Erdteil namenlos, um nicht jedesmal einen unseligen Fluch über ihn und vor allem über mein Land auszustoßen. </p>
<p>Aus einem Nichts Emporgekommene waren aufgebrochen, um einen Wahn zu verwirklichen. Babylon hatten sie in einem Fiebertraum geglaubt gesehen zu haben und wollten ihn errichten ihren Wahn von Babylon. Dieser in Abständen an Wahnsinn leidende Erdteil hat wieder einmal einen seiner Anfälle, angeordnet von wenigen. Die Schaffung des „besseren Menschen“, der „vollkommenen Gesellschaft“ mit hohem Blutzoll, der doch nur Zerstörung hinterließ, in der Vergangenheit. Und nun soll ein Babylon entstehen unter verordneter Selbstzerstörung. Was den Vorgängern nicht gelungen ist, soll nun endlich vollzogen werden. Von diesen Nomenklaturen der Emporkömmlingen aus dem Nichts. Ein Machwerk wird über die Länder dieses Erdteils gestülpt, ein perfides, hinterlistiges. Man plant nicht selbst abzuschlachten, sondern verhökert das zu zerstörende Gut an die runden, spitzen, schlanken Türme, die derlei nur allzu gern erledigen würden. Nur daß Verwüstetes, Zerstörtes nichts mehr hergeben wird. Daran wird nicht gedacht. Es soll nur der erbärmlichste Tod eines Erdteils vollzogen werden, den die Geschichte je gesehen hat. Im Kollektiv, stand in einer der Postillen zu lesen. Im Kollektiv gegen die Neue Welt, die das dem Wahnträumern nach zu zerstörende Gut schon einmal gerettet hat. </p>
<p>Ach, das Kollektiv, wie sehr sie es doch gerne in den Mund nehmen. Immer gemeinsamer in die Auslöschung. Schlußendlich wäre, so ihr Fluch, Okzident nur mehr der Rumpf der Neuen Welt und damit beinahe zerstört. Auf daß er werde, der Okzident zu Babylon, zu ihrem Babylon als blutgedränkter Wüstenboden aus dem noch ein paar Ruinen ragen.</p>
<p>An den Wurzeln der Völker und ihrer Länder muß ausgerissen werden das Gewachsene, das Eigene, das lieb gewordene Spiegelbild damit entstehe ihr Babylon auf umgewühltem, vergiftetem Boden. </p>
<p>Welch einen Fiebertraum hatten sie? Den von der krätzigen Gossendirne, zu der der Fluch jener aus dem Nichts emporgekommen Horde diese Weltgegend gemacht hat? </p>
<p>„Wir sind&#8230;“ Der Fluch. Jeder solle ihn doch ausstoßen diesen zum Fluch gewordenen Namen. Im Kollektiv. „Nehmt ihnen die Kreuze, ihre Länder, ihre Sprachen, ihre Sitten, ihre Gesichter“, kreischen die Wahnfiebernden. </p>
<p>Und sie, die vom Wahnfieber geplagten, treiben sie vor sich her, die Länder, die Völker, die Menschen, vergiften sie nach und nach mit ihrem Machwerk, treiben sie zu den Schlächtern. Der Fluch, lauthals hinausgebrüllt, wer nicht mitbrüllt, wird zum Brüllen gebracht oder&#8230; . Nichts scheint sie aufhalten zu können, die vom Wahn Besessenen. Nichts scheint möglich ihren Fluch zu bannen. So denn zur Schlachtbank, wo bereits krumme Säbel gewetzt und geschliffen werden. </p>
<p>Nein, ich werde den zum Fluch gewordenen Namen nicht aussprechen, geschweige denn auf Papier schreiben. Die Namen der Länder, die der anderen Erdteile, aber nicht diesen. Ich möchte nicht Mitschuld tragen am Fluch. So hoffe ich, daß der Fluch gebannt wird, auch wenn diese Hoffnung nur sachte flackert und auszugehen droht. Ich warte, sehe zu und hoffe, daß ihr Fieberwahn Babylon stirbt. Babylon muß sterben!</p>
<p>© C. Timidus 2009</p>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 18:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="visibility:hidden;width:0;height:0;" border="0" width="0" height="0" src="http://counters.gigya.com/wildfire/IMP/CXNID=2000002.0NXC/bHQ9MTI2MDY*MTg3NTEyNiZwdD*xMjYwNjQyMTUxNTYyJnA9MTQ2NDgxJmQ9Jm49d29yZHByZXNzJmc9MSZvPWY1YjQ1MmI5MWQ*OTQyNWJiY2QyYmNhNTQ1ZDhlZmUwJm9mPTA=.gif" /><a href="http://s05.flagcounter.com/more/ZZ6"><img src="http://s05.flagcounter.com/count/ZZ6/bg=FFFFFF/txt=000000/border=CCCCCC/columns=2/maxflags=12/viewers=0/labels=0/" alt="free counters" border="0"></a></p>
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		<title>Wochentag</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 13:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Papa kommst du die Burg fertig bauen&#8230;“ Peter hörte Davids Stimme aus dem Wohnzimmer rufen. „Gleich&#8230;!“ Er schlichtete das soeben abgewaschene Geschirr in den Küchenkasten. „Papa&#8230;“ „Gleich, muß nachher noch die Wäsche aufhängen!“ Peter verzichtete darauf, das Besteck einzeln abzutrocknen, fuhr nur über das Bündel an Gabeln und Messern mit dem Geschirrtuch, legte es mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=38&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Papa kommst du die Burg fertig bauen&#8230;“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter hörte Davids Stimme aus dem Wohnzimmer rufen. „Gleich&#8230;!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er schlichtete das soeben abgewaschene Geschirr in den Küchenkasten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Papa&#8230;“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Gleich, muß nachher noch die Wäsche aufhängen!“ </span></p>
<p class="BodyText2" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter verzichtete darauf, das Besteck einzeln abzutrocknen, fuhr nur über das Bündel an Gabeln und Messern mit dem Geschirrtuch, legte es mit einer fahrigen Handbewegung in die Bestecklade, ohne zu sortieren, wie er es für gewöhnlich zu tun pflegte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er fühlte die Kälte der Wohnung durch den Pullover dringen. Er rieb seine Hände gegen die Oberarme als er zum Badezimmer ging, spürte wie die weiche Wolle des dicken Pullovers seine Handflächen erhitzte, seine Arme für einen kurzen Augenblick wärmte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> <span id="more-38"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er blies seinen Atem aus den geblähten Wangen, als er die des Morgens gewaschenen Kleidungsstücke und Bettüberzüge in der Badewanne liegen sah. Peter krempelte die Ärmel hinauf, wrang die Wäschestücke aus, nahm die Wäschestücke, hängte sie einzeln auf den in der Wand festgeschraubten Wäscheständer oberhalb der Badewanne. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Papa&#8230;!“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Gleich!“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Beim Verlassen des Badezimmers strich er über seinen Dreitagebart. Gestern habe sie vor dem Schlafengehen gemeckert, daß er sich gehen ließe. Er öffnete die Tür zum Wohnzimmer, blickte auf David wie er am Boden saß, die Tasten seiner Intendo-Spielkonsole drückte. Seine kleinen Hände lugten aus den Ärmeln der Wattejacke. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Zeig einmal her!“ Er ging in die Hocke, beugte sich zu seinem Sohn hinunter. „Eine Ritterburg&#8230;“, sagte er, setzte sich neben ihn auf den Boden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Mach den Turm, Papa!“ David ergriff die Hand seines Vaters, ließ sie unversehens wieder los.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Du bist ganz rauh&#8230;!“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Vom Wäschewaschen&#8230;!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter spürte, daß ihm das Sitzen unbequem war und legte sich auf den Boden, ließ sich von David die Konsole in die Hand drücken. Er runzelte die Stirn, ließ sich von seinem Sohn zeigen welche Tasten die Steine in die Höhe, Breite, setzten oder wie er die Größe der Steine einstellen mußte, da er die Funktionen stets vergaß. Seine Fingerkuppen drückten die Tasten, er setzte Stein auf Stein, zeigte David den Sockel des Turms. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Schau!“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Sein Sohn nahm ihm das Spielzeug aus der Hand, betrachtete den Display.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Hoch und Spitz, Papa!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Gut, hoch und spitz&#8230;!“, sagte Peter, besserte die oberste Reihe seines Fundaments aus, als er hörte wie Veronika den Schlüssel in der Wohnungstür drehte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Warte, die Mama kommt gerade&#8230;“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er strich David über den Kopf und verließ das Wohnzimmer.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter blickte Veronika an, in ihrem Mantel, den schwarzen Rauhlederschuhen mit dem schlanken Bleistiftabsätzen, die Auswölbungen ihrer Zehen, die sich mit dem Tragen gebildet hatten. Ihr blondes Haar hatte sie zu einem Pferdeschwanz gebunden, was sie früher nie getan hätte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Und?“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Was und!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter spürte die Spannung, Veronikas schlechte Laune, fühlte seinen Puls ansteigen, dachte, sich einfach zurückzuziehen, sah wie sie aus der Handtasche das in ein Nylonsackerl gewickelte Packet nahm. Das glatte Plastik des Päckchens auf seiner Hand.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Da. Mehr hab ich nicht gekriegt!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er überlegte was er ihr antworten sollte und beobachtete wie sie die Handtasche auf den Boden fallen ließ, den schwarzen Mantel auszog, ihn über einen Kleiderbügel hängte, glatt strich, die Plastikhülle darüber stülpte, ihn in den Kleiderkasten auf die Stange hängte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Diese Kälte&#8230;“, Er hörte ihren Grimm in der Stimme als sie ihren roten Anorak anzog, strich ihr eine Strähne aus der Stirn, die sich aus dem Band gelöst hatte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Geh bitte, laß das&#8230;!“, sagte sie.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Sie setzten sich einander gegenüber an den Küchentisch. Peter legte das Päckchen in die Mitte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er hörte sie erzählen, daß sie zwei Stunden in der Schlange gestanden sei, diese bis an die Straßenecke gereicht hätte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Es geht gar nix mehr, kein Bankomat, kein Auszug&#8230; Und übrigens.. ab Jänner hab ich keinen Job mehr! Dabei können wir jetzt schon kein Gas, keinen Strom bezahlen“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Na das werden Weihnachten.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter fühlte, wie es ihm die Stimme verschlug. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Den Schmuck, die Uhren von Opa.. außerdem&#8230; die Wohnung gehört uns und bald wird’s wieder besser“, flüsterte er, nachdem er während eines längeren Schweigens nachgedacht hatte, was er antworten sollte. Er sah wie Veronika ihre Augen rieb, beugte sich zu ihr, wollte ihr über die Wange streichen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Bitte wasch dich wieder&#8230;!“ sagte sie.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Mit dem kalten Wasser, bei der Kälte&#8230;!“, erwiderte er.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Peter bemerkte, wie sich ihre Brust heftiger auf und ab zu bewegen begann, sich ihre Augen röteten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Ich halt das alles nicht mehr aus!“, hörte er Veronika schreien und kniff die Augen zusammen, als sie mit der Faust auf den Tisch schlug, was sie stets tat, wenn sie sich in einer ausweglosen Lage wähnte. Das Päckchen war durch Veronikas Schlag in ihre Richtung gewandert. Peter wußte, daß es besser war, sie alleine zu lassen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Er stand auf, ging aus der Küche, hob seinen Arm, drehte den Kopf zur Achsel. „Hm!“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Von der Garderobe nahm er den Kleiderhaken mit dem schwarzen Wollmantel, den Veronika abends zuvor mit der Staubhülle versehen hatte. Er nahm ihn aus der Hülle, vom Kleiderhaken, die goldfarbig eingestickten Schriftzeichen auf dem glänzenden Futter blitzten ihm entgegen „Loden Salzburg“. Peter schlüpfte hinein. Er nahm die Strecker aus seinen Schuhen, nahm statt eines Schuhlöffels den Zeigefinger, um sie anzuziehen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Ich geh einkaufen“, sagte er, als er das Päckchen vom Küchentisch nahm und in seine Lederaktentasche steckte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Tu das!“, antwortete Veronika.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;"><span style="font-family:Verdana;">Er bemerkte, daß sie eine Zigarette auf seinen Platz gelegt hatte.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Danke!“, flüsterte Peter, als er aus der Küche ging. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Bin gleich wieder da!“, rief er .</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Dann bauen wir die Burg weiter!“, klang Davids Stimme durch die geschlossene Tür des Wohnzimmers. Peter ließ die Wohnungstür leise einschnappen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Als er im Supermarkt in der Schlange stand, prüfte er die Waren in seinem Einkaufswagen, zwei Sachen, die nicht auf seinem Zettel gestanden hatten. Peter tappte mit dem Fuß gegen den Boden, ließ seine Blicke über die junge Frau, die vor ihm stand gleiten, vernahm Wortfetzen von Geschimpfe und unmutigem Raunen der in der Schlange Stehenden. Er legte die Waren auf das Förderband, als er nach einer Stunde an der Reihe war. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">Die Kassiererin raunte ihm einen Betrag zu. Er gab ihr die Packen Geldscheine aus dem Nylonsackerl, hörte das Rauschen der Geldzählmaschine.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Da föön oba zweihundertausend&#8230;“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Verdana;">„Lassen Sie die Weintrauben weg&#8230;“, seufzte Peter und räumte die Einkäufe in den Einkaufswagen. </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/38/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/38/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=38&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Am Marktplatz</title>
		<link>http://fluchtachterl.wordpress.com/2008/05/08/am-marktplatz/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 14:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Schnabelmaske den oberen Teil des Gesichts bedeckt, sitzt er in der Schenke, die direkt am Marktplatz liegt, an seinem bevorzugten Tisch beim Fenster, gießt den letzten Rest Wein aus dem Krug in den Becher. Der verwässerte Wein vermag ihn nicht zu berauschen. Er blickt hinaus, beobachtet die maskentragenden Kostümierten, die einen Tanz zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=37&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Schnabelmaske den oberen Teil des Gesichts bedeckt, sitzt er in der Schenke, die direkt am Marktplatz liegt, an seinem bevorzugten Tisch beim Fenster, gießt den letzten Rest Wein aus dem Krug in den Becher. Der verwässerte Wein vermag ihn nicht zu berauschen. Er blickt hinaus, beobachtet die maskentragenden Kostümierten, die einen Tanz zu den Klängen eines Lautenspielers mimen, die Gaukler mit ihren Kunststücken, die Marketender, die ihre Waren ausrufen, die Frauen in einfachen Kleidern, die mit Körben um den Arm gehängt Früchte einem prüfenden Blick unterziehen, mit der Hand durch Drücken feststellen, ob das Angepriesene auch den Versprechungen entspricht. „Die drehen einem so manch faule Frucht an&#8230;“, denkt er.<br />
<span id="more-37"></span><br />
Ein Trommelwirbel, der die Geräusche der Stimmen und Lautenspiele übertönt. Ausrufer stellen sich auf die Tribüne des Marktplatzes. Ihre Köpfe blicken über die Menge. An ihren Hüten prangt das Wappen des Fürsten. Mit ihren Händen in weißen Handschuhen, rollen sie Pergament auseinander, verlesen eine Ankündigung. Die Tür hat der Wirt weit geöffnet. Kühler Wind bläst in die Wirtsstube. </p>
<p>Nach einem Schluck aus dem Becher, erhebt er sich für einen Augenblick vom Sessel, knöpft seinen um die Schultern gelegten Umhang zu. Unter der Schnabelmaske beginnt es ihn ein wenig zu jucken. Am Marktplatz ist es still geworden. Die Menschen wenden sich zur Tribüne.</p>
<p>Der edle Rat des Fürsten habe beschlossen, über das Geschlecht der de Lipari die Verbannung auszusprechen, ertönen die Stimmen der Ausrufer. „Die nun auch“, flüstert er zu sich selbst. Die Spitze der Schnabelmaske stößt gegen die Scheibe, als er den Kopf nah zum Fenster bewegt. Die Ausrufer verlassen die Tribüne.</p>
<p>Fünf Gestalten, deren Kleidung zerfetzt an ihren Körpern hängt, werden von Wächtern durch Lanzenstöße auf die Tribüne geführt. An den Händen durch Seile gefesselt. Eine Frau, ein Mann, zwei Knaben, ein Mädchen. Hinter ihnen die Wächter. Das kleine Mädchen zittert in seinem Weinen. </p>
<p>„Schlechtes Geblüt!“, brüllt eine Männerstimme. „Geschieht ihnen recht!“, ruft eine Frau. „Schandmäuler!“, schreit ein anderer. Die Kostümierten mit den Masken verlassen nach und nach den Marktplatz. Ein Mann greift in einen Abfallkorb, nimmt eine faule Frucht, wirft sie in Richtung der Tribüne. Andere nehmen Abfall aus den Körben der Marketender, um es ihm gleich zu tun. Mit starren Gesichtern stehen die Wächter hinter den fünf Gefesselten. Die Frau hebt ihren Kopf, als der erste Unrat sie trifft. </p>
<p>„Es sorgt keiner mehr für Ordnung!“, denkt er. Das Jucken unter seiner Schnabelmaske hat aufgehört. Zwei Männer beginnen eine Rauferei. Er nimmt seine Maske ab, fingert aus dem an seiner Hose baumelnden Lederbeutel Kupfermünzen, legt sie auf den Tisch. Er ruft den Wirt, der lachend an der offenen Tür steht.</p>
<p>„Euer Hochwohlgeboren verlassen unsere Schenke schon..“</p>
<p>Er nickt, bittet den Hinterausgang benützen zu dürfen. „Lassen Sie eine Kutsche kommen!“, sagt er. </p>
<p>„Sehr wohl!“ Der Wirt ruft seinen Gehilfen. „Hol eine Kutsche für den Herrn Grafen!“ Der Wirt geleitet ihn durch die Wirtsstube zum hinteren Ausgang, der in eine dunkle Gasse führt.</p>
<p>Es fällt ihm ein, daß er seine Maske am Tisch vergessen hat. Auf dem Landsitz seines Bruders werde er Ruhe haben, denkt er. „Hier wird es unerträglich!“ murmelt er, als er die Kutsche kommen sieht.   </p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/37/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=37&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Amerika</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 11:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mama, kannst du dir nicht wenigstens ein Tuch umbinden?“, sagte Heinz. „Du sollst mich nicht Mama nennen, sondern Ona, wie oft soll ich dir das noch sagen&#8230; Und zieh dich doch auch aus, das ist gesund&#8230;“ Heinz betrachtete den nackten, dürren Körper seiner Mutter, die über den Herd gebeugt stand. Ihre schmale Hand nahm den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=36&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Mama, kannst du dir nicht wenigstens ein Tuch umbinden?“, sagte Heinz.<br />
„Du sollst mich nicht Mama nennen, sondern Ona, wie oft soll ich dir das noch sagen&#8230; Und zieh dich doch auch aus, das ist gesund&#8230;“</p>
<p>Heinz betrachtete den nackten, dürren Körper seiner Mutter, die über den Herd gebeugt stand. Ihre schmale Hand nahm den Kochlöffel. Sie rührte im Topf, wo Gemüse in Salzwasser vor sich hin köchelte, strich eine Strähne, ihrer langen, grauen Haare hinters Ohr. Heinz trat nach dem Verlassen der Küche mit einem heftigen Tritt gegen Mauer, wodurch eine kleine Einkerbung im Verputz entstand und Kalkanstrich zu Boden rieselte. Er schlug mit der Faust gegen den Türstock.<br />
<span id="more-36"></span><br />
„Bub, so geht das nicht!“ Im Vorzimmer stand Urzu, der eigentlich Gerd hieß, faßte Heinz am Arm, als er in sein Zimmer eilen wollte.<br />
„Du bist net mei Vota&#8230;“ schrie Heinz.</p>
<p>„Wie bringen wir die Gewalt aus dir raus, hm?“ Urzus sanft verstellte Stimme, sein fester Griff, der sich in Heinz’ Arm brannte. Das herablassende „hm“, das Heinz noch heftiger in Raserei brachte. Urzu riß ihn an den Haaren. „Keine Gewalt, hörst du?“<br />
Heinz fühlte wie das Blut in seinen Kopf schoß, versetzte Urzu einen heftigen Tritt gegen das Schienbein. Urzu schrie auf, wich zurück, ließ von ihm ab.</p>
<p>Heinz lief in sein Zimmer, bemerkte, daß die Amerika-Fahne von der Wand entfernt worden war, die er zwei Tage zuvor angebracht hatte.<br />
„Wo ist die Fahne?“, brüllte er. </p>
<p>Urzu und seine Mutter hatten den Vorhang zurückgeschoben, der nun sein Zimmer vom Vorzimmer trennte seit die beiden alle Türen ausgehängt hatten. Heinz sah die beiden Nackten unter dem Türstock an, fühlte das Pochen seiner Schläfen, vernahm sein eingenes, rasendes Schnaufen.<br />
„Wie oft haben wir’s dir erklärt, daß wir Symbole des&#8230;“ Urzus Stimme verschlug sich beim Bemühen, eine ruhige Tonlage vorzutäuschen. Er wurde von Heinz’ Mutter zur Seite geschoben.</p>
<p>„Ono, schau&#8230;!“, ihre Stimme klang wie früher, als sein Vater noch mit ihnen gelebt hatte.<br />
„Ich heiß Heinz!“<br />
„Jetzt ist Frieden, ja?“ sagte sie. „Umarme uns jetzt. Mir zuliebe.“<br />
Die Umarmung mit seiner Mutter machte Heinz nichts aus, vor Urzu wich er zurück.<br />
„Mir zuliebe&#8230;“<br />
„Nein!“</p>
<p>Heinz ließ sich auf seine Bettbank fallen, legte die CD, die ihn sein Vater zum Geburtstag aus Houston geschickt hatte in die Anlage, drehte sich in Bauchlage, vergrub sein Gesicht in den Armen. In drei Jahren, dachte er, sei er achtzehn, dann würde sein Vater ihn zu sich holen, nach Amerika.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/36/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=36&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Salzburg</title>
		<link>http://fluchtachterl.wordpress.com/2008/03/26/salzburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 19:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kleiner Reiseleitfaden durch Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg - Stadt und Land]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ob es wohl reichen wird?“, denkt sich so mancher, der den Boden der Stadt Salzburg betritt und die ersten Preisschilder wahrnimmt. Salzburg verlange, so der erste Eindruck, gut gepolsterte Kontostände und volle Geldbörsen. Wiewohl der erste Blick eher auf Bescheidenheit schließen läßt. Doch kehrt einen die Stadt anfangs nur ihren Rücken zu. Sie dreht sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=34&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ob es wohl reichen wird?“, denkt sich so mancher, der den Boden der Stadt Salzburg betritt und die ersten Preisschilder wahrnimmt. Salzburg verlange, so der erste Eindruck, gut gepolsterte Kontostände und volle Geldbörsen. Wiewohl der erste Blick eher auf Bescheidenheit schließen läßt. Doch kehrt einen die Stadt anfangs nur ihren Rücken zu. Sie dreht sich schneller um, als man glauben mag und zeigt ihre Figur, ihr Gesicht, sowie ihren Schmuck. Den trägt sie vor allem für all die, die sie zu Besuch empfängt, bewundert ihn aber auch gern an ihrem Spiegelbild.</p>
<p><span id="more-34"></span></p>
<p>Eingezwängt zwischen Mönchs- und Kapuzinerberg liegt die Altstadt, durchflossen von ihrer Lebensader Salzach. Hoch über ihr als Wächterin die Festung Hohensalzburg mit dicken, festen Mauern, umgeben von Bäumen, die ihr angemessen sind.</p>
<p>Zierlich verspielt die Fassaden der Häuser, die Kirchen mit ihren Türmen, Portalen und Kuppeln. Rocaillen, Putten, Heiligenfiguren, Säulen, Gesimse aus Marmor und Granit, Glockenspiel. Barock, auch die Bäume im Mirabellgarten haben sich dem zu fügen. Das Klicken und Summen der Fotoapparate in den engen Gassen. Die Scharen der Besucher in bequemer Kleidung und ausgetretenen Schuhen. Ihr größter Sohn prangt in den Auslagen, blickt von Plakatwänden, wird in süßem Zucker- oder Schokoladeguß feilgeboten. Ist alles bezahlt, lächelt Salzburg ohne Danke zu sagen.</p>
<p>Hat die Stadt schlechte Laune, läßt sie es einen spüren durch einen scheinbar unaufhörlichen Regen aus dünnen Wasserfäden. Sie spricht in allen möglichen Sprachen, ihren Dialekt behält sie für sich. Daß sie nie alleine ist wie so viele andere Orte, hat sie so gewollt. Dafür prüft sie stets <i>Jedermann’s</i> Kreditwürdigkeit, schließlich will sie entschädigt werden dafür, daß sie die Welt andauernd bei sich zu Besuch hat. Ein bisserl hochnäsig ist sie auch. Dennoch sollte man einmal dort gewesen sein.</p>
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		<title>Erinnerung</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 13:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[So schneidig hatte er ausgesehen in seiner Uniform. Auf Helgas Schoß lag die kleine Holzkiste. Sie hatte den mit Schnitzereien, Edelweiß, Enzian, Almrausch, versehenen Deckel geöffnet. An der Vorderseite war „Graz –Steiermark“ eingekerbt. Sie nahm das oben auf liegende Foto ihn ihre Hand, das er ihr damals mit seinem ersten Brief geschickt hatte. Jonnathan. Sachte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=33&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schneidig hatte er ausgesehen in seiner Uniform. Auf Helgas Schoß lag die kleine Holzkiste. Sie hatte den mit Schnitzereien, Edelweiß, Enzian, Almrausch, versehenen Deckel geöffnet. An der Vorderseite war „Graz –Steiermark“ eingekerbt. Sie nahm das oben auf liegende Foto ihn ihre Hand, das er ihr damals mit seinem ersten Brief geschickt hatte. Jonnathan. </p>
<p>Sachte berührten ihre Fingerspitzen ein Foto nach dem anderen. Helga betrachtete jedes einzelne eine Weile. Seine Briefe, es waren nur wenige, ihren Inhalt kannte sie. Sie blickte nur auf die Stempel, Aviano oder Pordenone, je nachdem ob er als Pilot der US-Air Force in der Luftbasis Aviano im Dienst gewesen war oder gerade frei gehabt hatte. </p>
<p>Die am Draht herunter hängende Glühbirne warf ihr fahles Licht auf Helgas Erinnerungen. Das Bild, sie mit ihm in Grado, wo sie ihm das erste Mal begegnet war. </p>
<p>Sie befühlte mit den Fingerspitzen den Lack der Holzkiste, die er, als er zu ihr nach Graz gereist war erworben haate, aus einem Andenkenladen in der Stempfergasse. Das Geschnitzte sei „so very cute“, hatte er gemeint. Die Zettel mit den von ihm hingekritzelten Gestalten, <span style="color:#2a2a2a;">Comicfiguren mit riesigen Nasen und übergroßen, verdrehten Augen. Das kleine Zimmer der Pension in der Münzgrabenstraße, weil sie damals noch bei den Eltern außerhalb der Stadt gelebt hatte, die gegen die Scheibe klatschenden Regentropfen, die Muster des herunterrinnende Wassers auf dem Fensterglas. Das Bett, in dem sie gelegen waren, Jonnathan, der sie mit dem Ellbogen gestupst, ihr die Blätter Papier mit den Figuren vors Gesicht gehalten hatte. Helga hörte ihr eigenes Lachen aus der Erinnerung. Nichts mehr hatte sie seit jenem Tag von ihm gehört, obwohl sie ihm oft geschrieben hatte bis ein Brief zurück an den Absender gekommen war.</p>
<p>„Mama, komm schau..!“ Johannas Stimme drang von unten durch den offenen Spalt der Türe. Helga legte die Fotografien, die Zettel, die Briefumschläge zurück in die kleine Holzkiste, die sie wieder hinter die mit Haushaltsartikel gefüllten Kartons stellte. Sie drehte das Licht ab, ging die Stiegen hinunter. </p>
<p>„Hast du geweint Mama?“, fragte Johanna, blickte ihre Mutter mit ernsten Augen an, ihre Lieblingspuppe in der Hand. „Nein, am Dachboden ist so viel Staub, der in den Augen brennt, weißt Du&#8230;“</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=33&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Island of Oblivion</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 15:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Betreten sind stets die Gesichter, deren Augen einen sich in Liebesschmerz windenden Menschen zusehen müssen. Die Natur jener Art Schmerz ist, daß er sich nicht betäuben läßt, gleichgültig welches Mittel man anzuwenden versucht. Es wird allerdings von einer „Island of Oblivion“ erzählt, einer Insel des Vergessens, die von Betroffenen aufgesucht werden könne. Das Klima sei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=32&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Betreten sind stets die Gesichter, deren Augen einen sich in Liebesschmerz windenden Menschen zusehen müssen. Die Natur jener Art Schmerz ist, daß er sich nicht betäuben läßt, gleichgültig welches Mittel man anzuwenden versucht</i>.</p>
<p>Es wird allerdings von einer „Island of Oblivion“ erzählt, einer Insel des Vergessens, die von Betroffenen aufgesucht werden könne. Das Klima sei mild, stets wehe lauer Wind, sanfter Geruch nach Ozean durchziehe die Gassen der Hafenstadt, der einzigen Ansiedlung der Insel. Man wandere durch Gärten, luftige, breite Alleen, helle Gassen und Straßen mit weiß getünchten Häusern. Der Pulsschlag der Insel sei gemächlich, heißt es, Eile kenne man nicht, Zeitmesser suche man vergeblich.</p>
<p>Das Pflanzenkleid, das die Insel bedecke, sei satt grün, wird erzählt. An einigen Plätzen trage der Wind den Duft der Blüten.</p>
<p>Komme der Betroffene im Hafen nach langer, ausgesprochen beschwerlicher Reise an, wird berichtet, solle er das Kurhaus aufsuchen, um vom Brunnen Heilwasser zu trinken, soviel davon wie sein Bauch aufzunehmen imstande sei. Anschließend solle der Betroffene sich zur Ruhe betten, jeder Ankömmling bekomme ein gut durchlüftetes, helles Zimmer.</p>
<p>Gehe man die lange Hauptallee der Hafenstadt entlang, heißt es, stoße man zu einem weitläufigen Gebäude, unter dessen Arkaden mehrere Portale zu finden seien. Durch das dritte müsse man eintreten, über die weiße Marmortreppe in das erste Stockwerk hinaufsteigen, eines der Zimmer betreten. Dort warte, wird erzählt, jemand, der den Schmerz des Betroffenen in allen Einzelheiten aufschreibe. Die Urkunde würde dem Betroffenen zur Durchsicht vorgelegt, bevor er um eine Unterschrift gebeten werde. Bereits beim Verlassen des Gebäudes sei der Schmerz verschwunden, vergessen, alles damit in Zusammenhang Stehende nur ein Papier unter unzähligen Schmerzensurkunden, die Staub ansetzen. So manche, wird berichtet, kämen immer wieder auf jene Insel zu Besuch&#8230;</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fluchtachterl.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fluchtachterl.wordpress.com/32/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=32&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ute</title>
		<link>http://fluchtachterl.wordpress.com/2007/11/06/ute/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 15:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fluchtachterl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ute öffnete die Packung Soda, hielt den Naturschwamm unter den Wasserstrahl, der aus dem Hahn der Badewanne floß. Sie schüttete ein Häuflein des weißen Pulvers auf den Schwamm, drehte den Hahn ab, begann das Innere Badewanne mit heftigen Bewegungen auszureiben. Die Schmutzkruste war hartnäckig. Ute drückte den Schwamm fester gegen das gelblich gewordene Email, drehte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fluchtachterl.wordpress.com&amp;blog=1328190&amp;post=31&amp;subd=fluchtachterl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ute öffnete die Packung Soda, hielt den Naturschwamm unter den Wasserstrahl, der aus dem Hahn der Badewanne floß. Sie schüttete ein Häuflein des weißen Pulvers auf den Schwamm, drehte den Hahn ab, begann das Innere Badewanne mit heftigen Bewegungen auszureiben. Die Schmutzkruste war hartnäckig. Ute drückte den Schwamm fester gegen das gelblich gewordene Email, drehte die Brause auf, schwemmte die Wanne aus. Spuren der Kruste waren noch zu sehen. „Es genügt schon!“, dachte Ute.</p>
<p><span id="more-31"></span></p>
<p>Sie füllte einen Kübel mit Wasser, gab ein Glas Essig hinein, tauchte einen Baumwollfetzen in die Flüssigkeit, drückte ihn aus, wischte über die Kacheln des Bades.</p>
<p>Ute stellte den Kübel in die Küche. Dies sei nun Friedrichs Aufgabe, dachte sie. Sie warf einen Blick auf die Digitaluhr auf dem Küchenregal. Es war Zeit, sich zum Treffen der Antifagruppe aufzumachen. Ihr graues Leinenleibchen klebte durchnäßt an ihrem Oberkörper. Sie roch ihren Schweiß, die Ausdünstungen ihres Unterleibs. Ute überlegte, sich zu duschen, doch verwarf das Vorhaben. Sie hätte mit ihren Füßen den Wannenboden mit dunkelgrauen Fußabdrücken übersät.</p>
<p>Außerdem, dachte sie, wäre dies ein Beitrag zur Solidarität mit jenen, die nicht täglich über Wasser verfügen könnten. Ihre Genossen in der Gruppe stanken auch alle, aus Solidarität. Sie zog ihr Gewand aus, streifte das graublaue Kleid aus indischer Baumwolle, das zusammengeknüllt auf dem Sofa lag, über. Eigentlich hätte sie es waschen wollen. „Egal“, dachte sie.</p>
<p>Friedrich war nicht vor dem Treffen nach Hause gekommen. Sie blickte aus dem Fenster, um zu sehen ob er vielleicht mit dem Fahrrad gerade um die Ecke bog, es am Gehsteig zur Haustür schob, oder ob er gerade aus dem Billa gegenüber Sackerln voller Einkäufe schleppend herauskam.</p>
<p>Er werde, mutmaßte sie, direkt von der Redaktion des „Linken Trommelwirbels“ zum Treffen kommen. Oder war er zur Solidaritätsdemo gegen die Kaffeebarone in Guatemala gegangen? „Aber die war doch gestern“, erinnerte sie sich. In letzter Zeit war er mürrisch gewesen, abends stumm auf dem Sofa gesessen, einen Roman von Elisabeth Misovic lesend, einer Ikone der Bewegung. Zwei Tage zuvor hatte er sogar ihren Tofuauflauf mit Schafkäse verschmäht.</p>
<p>Ute zog die Espandrillos an. Die Sonne blendete als sie das Haus verließ. Sie ging die Landstraßer Hauptstraße entlang zum Bahnhof Wien Mitte.</p>
<p>Ein wenig verspätet kam sie ins Rote Sternderl. Gernot, René, Renate, braungebrannt und abgemagert aus dem Senegal zurück, zwei andere, die neu dazugekommen waren und die Ute nicht kannte.</p>
<p>„Ah die Ute ist auch da&#8230;“ rief Gernot, der sie als erster in das holzgetäfelte Hinterzimmer reinkommen sah. Ihre Stirne legte sich in Falten. Friedrich war nicht anwesend. Sie war ärgerlich, gleich darauf besorgt, wo war er bloß? Gernot stellte sie den zwei neuen vor. Ute schüttelte ihnen kurz die Hand. Die Gruppe sprach über Kambodscha, Renate warf Erzählungen von ihrer Reise in den Senegal ein, verschwieg jedoch, daß sie in einem vom Vater bezahlten Viersternhotel gewohnt hatte. Ute blickte auf das ihr vertraute Bild an der Wand. Eine von einer gelblichen Nikotinschicht überzogene Waldlandschaft. Die Gespräche rasaunten an ihr vorbei. „Wo steckt Friedrich?“</p>
<p>Ute bestellte ein Krügerl, als sie der Kellner auffordernd anblickte. Sie stand auf, wollte zur Toilette. Als sie die große Gaststube durchquerte blickte sie kurz zur Eingangstüre. Durch das mit geschwungenen Holzverstrebungen unterbrochene Glas bemerkte sie Friedrich. Er stand vor dem Lokaleingang mit einem kleinen, zierlichen Mädchen in Minirock, mit lockigem schwarzem Haar und dunklem Teint. Friedrich ergriff ihre Hand zog sie an sich, umarmte und küßte sie.</p>
<p>Sie löste sich von ihm. Ute sah wie das Mädchen heftig den Kopf schüttelte. Friedrich deutete mit seinem Kopf auf die Türe. Die beiden küßten einander abermals. Friedrich trat ein. Das Mädchen hielt mit dem Knauf den Türflügel offen, raunzte „no, no quiero!“ Er winkte sie in das Lokal, sie ging weg, warf ihm eine Kußhand zu.</p>
<p>In Utes Hals bildete sich ein schmerzhafter Knoten. Ihr Herz raste. Tränen quollen in ihre Augen. Er schritt durch die Gaststube, bemerkte sie, sah ihr verheultes Gesicht, rief „Ute!“. Sie lief auf die Toilette, sperrte sich in einer Kabine ein.</p>
<p>Friedrich ging in das Hinterzimmer, begrüßte alle mit einem in die Runde geworfenen „Grüß Euch!“ Er tippte Renate an der Schulter, die widerwillig zu ihm hinaufblickte, bat sie, sie möge nach Ute sehen, sie sei heulend im Klo verschwunden, habe ihn höchstwahrscheinlich mit Concepción vor der Tür gesehen. Renate nickte, erhob sich vom Holzsessel, eilte mit Friedrich zum Kloeingang.</p>
<p>„Wart hier!“ Renate betrat die Toilette. Friedrich lehnte sich an die Garderobe, seine Hände in den Hosentaschen vergraben.</p>
<p>„Irgendwann hat sie es erfahren müssen“, dachte Renate. Daß ausgerechnet sie nun die Trösterin spielen sollte, war ihr zuwider. Lieber hätte sie Gernot über den Senegal erzählt, da es der Zufall wollte, daß sie an diesem Nachmittag neben ihm saß. Seinen Geruch fand sie über die Maßen anziehend, sie hätte ihn für eine Nacht sicher überreden können, nun das Geheule von Ute.</p>
<p>Ute schlug mit der Faust gegen die weißen Kacheln bis ihr die Hände schmerzten. „Arschloch!“ Sie schob ihr Kleid nach Oben, zog den Slip nach unten, setzte sich auf die Muschel, vergrub das Gesicht in den Händen. Ihr Kleid überdeckte die Muschel, ihr Slip war bis auf die Knöchel heruntergerutscht.</p>
<p>Ute hörte Klopfen an der Tür, blieb sitzen, spürte, wie ihr Körper vom Weinen geschüttelt wurde, die Nässe von Salzwasser und Schleim in ihren Händen, an ihrer Nase, auf ihrem Mund. Abermals ein Klopfen. „Laßt mich doch!“, ihre Gedanken. Renates Stimme, bemüht ruhig und sanft: „Ute, komm mach auf!“ Ute drehte das Schloß, erhob sich, zog den Slip hinauf, betätigte die Spülung..</p>
<p>Renate legte den Arm um ihre Schulter, stützte sie beim Gehen. Sagte „Beruhig dich!“ Friedrich stand verlegen an der Seite, ließ seine Blicke über die braunen und schwarzen Flecken des abgenutzten Parkettbodens wandern. „Du, es tut mir leid!“, sagte er verlegen.</p>
<p>„Du Drecksau! Elendige Drecksau!“ Utes Stimme überschlug sich. Sie wandte ihren Blick ab. Renate warf Friedrich einen kurzen Blick zu, machte eine Kopfbewegung zur Seite. Friedrich ging in das Hinterzimmer zu den anderen.</p>
<p>„Concepción heißt sie! Aus Kuba“ sagte Renate. Ute stieß sie von sich.</p>
<p>„Sag bloß Ihr habt das alle gewußt!“ schrie sie. Das Gemurmel der Gäste verstummte plötzlich. Die an den Tischen Sitzenden drehten sich um, Ute bebte, fühlte, daß hunderte Augenpaare auf sie gerichtet waren. Renate errötete.</p>
<p>Der Kellner hinter der Theke zog die Augenbrauen hoch, fuhr fort, Gläser mit seinem Geschirrtuch abzutrocknen.</p>
<p>„Sei net komisch. Eifersucht ist bürgerlich reaktionär!“, sagte Renate.<br />
„Dreckarsch, mit so einer Latinoschlampe&#8230;!“<br />
„Laß die rassistischen Sprüche.“ maßregelte Renate.</p>
<p>In Utes Kopf pochte es, sie spürte die glühende Hitze in ihrem Gesicht, den schmerzenden Knoten in ihrem Hals, den heftigen Herzschlag. Als ihr Arm sich ausstreckte, sie Renate mit der flachen Hand auf die Wange schlug, war es als ob sie neben sich selbst stünde und sich dabei beobachtete. Ute lief aus dem Lokal, ging durch die Straßen zur U-Bahn, ihr Blick verschwommen vom Weinen.</p>
<p>Ute nahm den Schlüssel, der auf einem Karabiner an einer Gürtelschlaufe ihres Kleides baumelte. Die Haustüre war noch nicht zugesperrt.</p>
<p>Vor der Aufzugtür stand Frau Weißengerber, der die ausgebaute Dachterrasse ober ihr gehörte. Ute fröstelte in der Kühle des Altbauganges.<br />
„Grüß Gott!“ Weißenbergers Gruß war knapp wie üblich. Der Aufzug kam von ganz oben. Utes Wut versuchte, einen Weg hervorzubrechen. Sie hätte am liebsten geschrien, doch die Weißenberger stand im eleganten Kostüm neben ihr. Ute roch den Hauch von Weißenbergers Parfum. Ihre Augen füllten sich abermals mit Tränen, die Wut hatte ihren Weg gefunden.</p>
<p>„No des dauert wieder!“ Weißenbergers Näseln. Ute ließ ihr den Vortritt. Die beiden standen einander gegenüber. Ute blickte zu Boden, sie drehte sich zur Türe bis mit dem Rücken zur Mitfahrenden stand, zählte die Stockwerke. „Mezzanin, eins, zwei, drei“. Als Ute im fünften Stock die Tür aufstoßen wollte, sagte Weißenberger: „Kein Mannsbild der Welt ist’s wert, daß man wegen ihm weint. Nehmen’S a Bad, kaufen’S a schönes Gwand, passende Schuh, a bisserl Kosmetik, Sie werden sehen&#8230; a neicher Mensch werden’S!“ Ute drehte sich um, starrte sie an, bemerkte Weißenbergers überschminkte Fältchen.</p>
<p>„Ich weiß wovon ich red, Wiederschaun!“ „Wiedersehen“, stotterte Ute. Sie drückte die Türe auf, verließ die Kabine, blieb stehen, hörte wie sich die Türe schloß, der Aufzug ins Dachgeschoß fuhr. Weißenbergers Absätze klopften gegen den Steinboden. Ute hörte das Knacken von Weißenbergers Schloß. Einen Augenblick lang wartete sie noch, bevor sie die Wohnung betrat. Drinnen roch es nach Essig. Ute breitete ein frisches Leintuch über das Sofa, legte sich angezogen nieder.</p>
<p>Drei Wochen hatte Friedrich sich Zeit gelassen, wieder in die Wohnung zu kommen. Er schluckte, als er die aufgestapelten Kisten an der Wand neben der Wohnungstüre erblickte. Ute hatte stets das Telefon aufgelegt, als sie seine Stimme vernommen hatte. Aus der obersten Kiste lugte seine Wäsche. Er nahm den Schlüssel, versuchte ihn in den Zylinder zu stecken, doch er paßte nicht. „Sie hat’s austauschen lassen&#8230;“, grummelte er.</p>
<p>Renate hatte ihn bei ihr auf dem wackeligen Gästebett in der Küche schlafen lassen, doch Gernot, der mittlerweile beinahe jede Nacht mit Renate verbrachte, störte, daß Friedrich die Liebesnächte mitanhörte. Friedrich hatte gemeint, daß dies reaktionär sei, doch Gernot war unbeindruckt geblieben. „Wo soll ich jetzt hin? Scheiße!“, fluchte Friedrich.</p>
<p>Ute hörte sein Schimpfen, öffnete die Türe. Er starrte sie an. Ihre Stimme klang kalt. „Das ist meine Wohnung!“ Friedrich erkannte sie kaum in dem blauen Hosenanzug, mit den blond gefärbten und mit Gel stachelig frisierten Haaren, der Schminke, die ihr Gesicht glatt und ebenmäßig erscheinen ließ.</p>
<p>„Darf ich reinkommen?“, bat Friedrich kleinlaut. Ute betrachtete ihn, wie er vor ihr stand, beschämt zu Boden blickend, in seiner ausgebeulten Hose. Der Schmerz keimte in Ute hoch. Nur nichts anmerken lassen.</p>
<p>„Nein“, antwortete sie, „ich muß weg, hab ein Vorstellungsgespräch in einer Werbeangentur&#8230;“</p>
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